Änderungen in der PKV zum 01.01.2011

6. Januar 2011

Mit der seit 1. Januar 2011 in Kraft getretenen nächsten Stufe der Gesundheitsreform ergeben sich auch für die privaten Krankenversicherungen diverse Änderungen. Einige dieser Änderungen dienen in erster Linie dazu, den Wechsel in die private Krankenversicherung zu vereinfachen.


Zunächst wurde die so genannte 3-Jahres-Frist abgeschafft und auf ein Jahr reduziert. Gut verdienende Angestellte mussten bisher drei Jahre lang hintereinander ein jährliches Bruttoeinkommen von mindestens 49.950,00 EUR (Stand 2010) erzielen, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können. Diese Versicherungspflichtgrenze wurde nun zudem auf 49.500,00 EUR gesenkt. Da dies bereits ab dem 31.12.2010 gilt, können Arbeitnehmer, deren Einkommen 2010 die Pflichtgrenze überstiegen hat, bereits zum 01.01.2011 in die Privatversicherung wechseln. Weiterhin wurde die Beitragsbemessungsgrenze von bisher 45.000,00 EUR jährlichem Bruttoeinkommen auf 44.550,00 EUR leicht gesenkt. Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Betrag des jährlichen Bruttoeinkommens, welcher maximal als Grundlage für die Berechnung von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen herangezogen werden kann. Einkünfte oberhalb dieser Grenze sind von diesen Abgaben befreit. Bemerkenswert dabei ist, dass diese bisher nur erhöht wurde und dies die erste Senkung seit 1949 ist. Die Senkung ergibt sich durch die Bindung der Beitragsbemessungsgrenze an die Reallohnentwicklung. Letztere ist durch die Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahre rückläufig.

Nicht nur die Beiträge für gesetzlich Versicherte steigen ab 2011 von bislang 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent. Angaben zufolge werden auch die Beiträge für Privatversicherte in diesem Jahr um durchschnittlich sieben Prozent angehoben. Umso wichtiger ist hier also zu vergleichen und sich kompetent beraten zu lassen.